Im Gespräch mit Schäfer Heck zur Bio Lamm Haltung

Seit fast 20 Jahren züchtet Familie Heck im südlichen Mecklenburg Schafe. Rund 100 Mutterschafe der Rasse „Weißköpfiges Fleischschaf“ leben auf den weitläufigen Weiden rund um den Hof. Sie sind seit mehreren Jahren Partner von mycow Biofleisch.

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Susanne Marx: Das klassische Bild vom herumziehenden Schäfer sieht man bei Ihnen nicht, die Tiere sind alle in Hausnähe. Warum?

Markus Heck: Wir betreiben Koppelschafhaltung, d.h., unsere Tiere leben auf der Weide und ziehen nur auf unseren eigenen Flächen um. Schafe haben einen starken Verbiss beim Grasen und können deshalb nicht auf der gleichen Fläche bleiben. Meistens stecke ich täglich den Weidebereich unserer vier Schafherden um, unsere Weidefläche ist dafür groß genug.

Susanne Marx: Sind die Tiere immer draußen?

Markus Heck: Ja, bis auf eine Ausnahme: zum Lammen hole ich die Schafe in den überdachten Unterstand in Einzelbuchten. Dadurch lernen die Lämmer ihre Mutter richtig kennen und finden sie dann in der Kleingruppe und später in der großen Herde auch immer wieder.

Susanne Marx: Fressen die Schafe ausschließlich Gras?

Markus Heck: Wir haben Weidegras oft bis in den Januar hinein. Dann füttern wir Heu, Grassilage oder Kleegrassilage zu, je nach Witterung. Zur Lammzeit bekommen die Mutterschafe zur Stärkung auch Getreide. Alles bauen wir selbst an. Die Lämmer trinken 5-7 Monate bei der Mutter.

Susanne Marx: Schafhaltung kann man sich eigentlich gar nicht anders als draußen naturnah vorstellen. Was sind denn die Unterschiede zur konventionellen Haltung?

Markus Heck: Bei konventioneller Haltung werden die Lämmer gezielt gemästet, so dass sie mit 5 Monaten schon Gewichte erreichen, die wir in der Biohaltung erst mit 9 Monaten haben. Außerdem ist die mutterlose Aufzucht mit Milchersatz, oft mit automatischer Antibiotikazugabe, in der konventionellen Haltung verbreitet. Der Hauptunterschied aus meiner Sicht ist aber, dass wir als Biobetrieb eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft betreiben, mit begrenzter Anzahl an Tieren und hofeigenem Futter, ohne Pestizide und ohne vorbeugende Antibiotika.

Susanne Marx: Und wie zu jedem Schäfer gehört auch bei Ihnen ein Hund zum Team.

Markus Heck: Auf jeden Fall! Ich habe aber keinen klassischen Hütehund sondern einen polnischen Schutzhund, der treibt die Herde nicht, sondern hat einen starken Beschützerinstinkt. Wir haben hier in der Gegend nämlich schon einige Wolfssichtungen gehabt, zum Glück noch nicht bei uns auf dem Hof!

Anmerkung: Für mycow Biofleisch arbeiten wir mit mehreren Bio-Schäfern aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Jeder Hof hat seine eigene „Lamm-Saison“, d.h., eine bestimmte Zeit, wann die Lämmer geboren werden. Demnach wechselt auch die Verfügbarkeit von Lammfleisch von einem bestimmten Hof.

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Blick auf die Weide: Video Biolamm bei Familie Heck