Fleischgenuss in Maßen

By 14. März 2012Allgemein

Muss man erst US- Studien lesen, um zur Erkenntnis zu kommen, dass weniger Fleisch mehr ist? Zahlreiche Zeitungen titelten in den letzten Tagen mit bedrohlichen Überschriften wie „Zuviel rot macht früher tot“ (Augsburger Allgemeine).

Weniger Fleisch zu essen, dafür von Tieren aus ökologischer Aufzucht und aus handwerklicher Verarbeitung, das sollte der Weg sein. Auch auf Massentierhaltung könnten wir getrost verzichten, wenn wir wieder zu früher üblichen, seltenen Fleischportionen zurückkehren und Fleisch kein alltägliches Gut wird. Der Sonntagsbraten zum Beispiel, ein Genuss für die ganze Familie, wurde mit besonderer Wertschätzung verspeist. Diese sollten wir uns erhalten – aus Respekt dem Tier gegenüber und auch unserer eigenen Gesundheit.

Basis der Zeitungsartikel war eine Studie von Forschern der Harvard School of Public Health in Boston, die berichteten, dass übermäßiger Fleischkonsum das Infarktrisiko erhöhe, aber auch das einer tödlichen Krebserkrankung und insgesamt das Risiko eines zeitigen Todes. Der Spiegel hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlicht, der die Ergebnisse der Studie, aber auch die Berechnungsmethoden beschreibt und damit die Aussagekraft so mancher Headline relativiert. Um die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu überdenken, sind aufrüttelnde Studienergebnisse wirkungsvoll, doch hängt ein übermäßiger Fleischkonsum oft mit einem generell ungesunden Lebenswandel zusammen. Ob man diese Menschen nun zu einer Änderung bewegt? Wünschenswert wäre das auf jeden Fall.

Fazit zum Fleischkonsum: weniger und bewusst geniessen! Und diese Maxime machen sich doch immer mehr Menschen zu eigen, dass sogar ein eigener Begriff für diese Einstellung zum Essen geprägt wurde: Flexitarier. Zählen Sie dazu?

zum Artikel im Spiegel